Fragen und Antworten
Wie getestet wird, was die Zahlen bedeuten und wie du mitmachen kannst. Fehlt eine Antwort, frag einfach im Discord.
Das Projekt
Was ist das CommanderTestLabor?
Hier spielen Commander-Decks mit festem Budget gegeneinander – nicht am Küchentisch, sondern im Simulator Forge. Pro Preisklasse sind das die 64 beliebtesten Commander laut EDHREC und vier offizielle Precons. Gespielt wird immer zu viert, jedes Deck bestreitet 10 Partien pro Turnier. Bisher waren es 147 Turniere.
Die Frage dahinter ist einfach: Welcher Commander holt aus wenig Geld am meisten heraus? Zu jedem Deck gibt es die komplette Liste und eine Kaufliste für Cardmarket. Das Ganze ist ein privates Hobbyprojekt, ohne Werbung.
Wie aktuell sind die Daten?
Preise und EDHREC-Daten holen wir jeden Tag neu, Kombos von Commander Spellbook einmal pro Woche und die Kartendaten von Scryfall alle 30 Tage. Die Seite baut sich nach jedem Turnier neu auf und zusätzlich einmal am Tag mit frischen Preisen.
Gibt es einen Discord?
Ja, hier geht es zum Server. Dort reden wir über Ergebnisse und Deckbau, tauschen Budget-Tipps aus, suchen Mitspieler und sammeln Fehler und Ideen. Neue Ergebnisse und Änderungen kündigen wir dort zuerst an. Deck-Wünsche und eigene Tests laufen aber weiter über die Formulare auf der Seite „Mitmachen“.
Wurde KI verwendet?
Beim Programmieren ja: Geholfen hat mir Claude von Anthropic. Was gebaut wird, entscheide ich, und ich prüfe und teste alles selbst.
Die Inhalte dagegen macht keine KI. Decks, Rangliste, Elo, Siegquoten, Stärken und Schwächen kommen aus echten Partien im Simulator, ausgewertet nach festen Regeln. Bilder generieren wir nicht, die Kartenbilder stammen von Scryfall. Wenn auf der Seite von der „Forge-KI“ die Rede ist, ist nur der Computergegner gemeint, der in Forge die Karten spielt.
Rangliste und Werte
Wie entsteht die Rangliste?
Sortiert wird nach Elo, wie beim Schach. Jeder Commander startet mit 1500 Punkten. Nach jeder Partie bekommt der Sieger Punkte, die anderen geben welche ab. Wie viele, hängt von den Gegnern ab: Ein Sieg gegen starke Decks bringt viel, einer gegen schwache wenig. Auch der Platz zählt – wer als Zweiter rausfliegt, verliert weniger als der Vierte.
Beispiel: Ein Deck mit 1700 gewinnt gegen 1600, 1550 und 1500 und bekommt etwa 6 Punkte. Gewinnt stattdessen das Deck mit 1500, bekommt es etwa 13, und der Favorit verliert Punkte.
Aus der Elo ergibt sich die Stufe: S ab 1700, A ab 1600, B ab 1500 (das ist der Schnitt), C ab 1400, D darunter. Auf jeder Deckseite steht sie groß oben als Urteil, von „Spitzenklasse“ bis „Schwach“. In der Tabelle siehst du außerdem, wie sich die Elo seit dem letzten Turnier verändert hat, und die Form der letzten 10 Partien (Gold, Silber, Bronze, Rot für Platz 1 bis 4).
Die Siegquote steht bewusst nicht in der Tabelle, weil sie allein täuscht. Jedes Deck spielt gegen Gegner aus seiner Nähe in der Rangliste (etwa ±12 Plätze), Platz 1 trifft also nie auf Platz 64. 49 % gegen die Spitze sind mehr wert als 55 % gegen das Mittelfeld. Am Vierertisch liegt der Schnitt bei 25 %. Die Siegquote findest du auf der Deckseite.
Wichtig ist, was die Rangliste misst: wie gut ein Deck in Forge unter gleichen Bedingungen abschneidet. Politik, Bluffs und eure Spielrunde bildet sie nicht ab.
Partien, die ins Zeitlimit laufen, zählen weder als Sieg noch als Niederlage und werden bis zu dreimal neu angesetzt. Bis zum 2.11.2026 wurde die Elo aus allen Partien auf einmal berechnet; seitdem geht es Partie für Partie weiter.
Warum spielen Precons mit?
Als fester Maßstab. Vier offizielle Precons spielen in jedem Turnier und jeder Preisklasse mit, und zwar genau so, wie sie im Laden verkauft werden. Die gebauten Decks ändern sich ständig, die Precons nie. So siehst du, wie viel ein gebautes Deck einem fertig gekauften voraus hat und was mehr Budget bringt. Dass die Precons in den teuren Klassen schlechter abschneiden, ist gewollt – genau dieser Abstand zeigt, was das zusätzliche Geld wert ist.
In der Rangliste selbst stehen sie nicht, sondern darunter unter „Maßstab“, mit dem Platz, den sie hätten. Ihre Partien zählen ganz normal, ein Sieg gegen ein Precon bringt aber nur wenig Elo.
Warum fehlt mein Commander?
Wir testen die 64 meistgespielten Commander laut EDHREC. So hat jedes Turnier genug bekannte und starke Gegner. Ändert sich die Liste bei EDHREC, rückt ein neuer Commander nach. Wer herausfällt, steht unter der Rangliste bei „Nicht mehr im Feld“, und seine Deckseite bleibt erreichbar.
Fehlt deiner, kannst du dein eigenes Deck testen lassen oder dir eines bauen lassen. Beides findest du unter „Mitmachen“.
Woher kommen Stärken und Schwächen?
Aus den Spielprotokollen von Forge. Wir lesen jede Partie aus: welche Karte wie viel Schaden gemacht hat, wer wen ausgeschaltet hat, was geblockt wurde, Länder, Mulligans und jeder gewirkte Zauber. Dann vergleichen wir jedes Deck mit allen anderen derselben Preisklasse.
Wir schauen auch, wogegen sich ein Deck schwertut, etwa gegen viele Flieger, Gegenzauber, Board Wipes oder Friedhofshass. Als Schwäche steht dort nur, was sehr deutlich ist (99 % Sicherheit). Ist nichts so deutlich, zeigen wir höchstens eine Tendenz und schreiben dazu, dass sie noch nicht sicher ist.
Belegt heißt: steht so im Protokoll. Indiz heißt: ein Muster, das immer wieder auftaucht, aber kein Beweis ist. Eine Karte, die meist erst in gewonnenen Partien ins Spiel kommt, sieht zum Beispiel auch dann gut aus, wenn sie wenig beiträgt.
Im Reiter „Partien“ einer Deckseite findest du dazu Schaden pro Partie, Schaden bei Einsatz, Top-Finisher, beste Interaktion, die größten Hindernisse (gegnerische Karten, die am häufigsten blocken), selten gewirkte Karten und die Siege nach Zug.
Decks und Budget
Woher kommen die Decks, und warum ändern sie sich?
Grundlage sind die Decklisten tausender Spieler auf EDHREC. Daraus baut unser Deckbauer das stärkste Deck, das ins Budget passt, und achtet dabei auf genug Ramp, Kartenziehen, Removal, Board Wipes und Schutz. 100 Karten, Farbidentität und die offizielle Bannliste werden immer geprüft.
Danach lernt das Programm aus jeder Partie. In jedem Turnier probiert jedes Deck eine Karte aus. Gewinnt es damit öfter, bleibt sie, sonst fliegt sie wieder raus. Denselben Tausch probieren wir frühestens nach drei Wochen noch einmal. In die Kaufliste kommt eine Änderung erst, wenn sie sich bewährt hat.
Was zählt zum Budget?
Alle 100 Karten samt Commander, zum Cardmarket-Durchschnittspreis, der jeden Tag aktualisiert wird. Deshalb stehen alle Preise in Euro – bei TCGplayer in den USA können einzelne Karten spürbar teurer oder günstiger sein. Die Grenze ist hart: Ein Deck „bis 100 €“ kostet höchstens 100 €. Steigen die Preise später, bauen wir die Kaufliste automatisch neu.
Wie stark sind die Decks?
Bis 100 € gilt: höchstens 3 Game Changer (Bracket 3). Game Changer sind besonders starke Karten von der offiziellen Liste von Wizards of the Coast. Kombos sind erlaubt, es gilt die offizielle Bannliste. Weitere Bracket-Regeln, etwa keine frühen Zwei-Karten-Kombos, prüft der Deckbauer nicht.
Wie baue ich ein Deck nach?
Auf jeder Deckseite findest du im Reiter „Kaufen“ die Kaufliste für Cardmarket. Kopieren, bei Cardmarket unter „Wants“ eine neue Liste anlegen und einfügen – fertig. Das Format „1 Kartenname“ kannst du auch in Moxfield oder Archidekt importieren.
Die Liste ist genau die Fassung, die im Turnier am besten abgeschnitten hat. Karten, die die Forge-KI nicht spielen kann, wurden für die Partien ersetzt. Die Originale und eine Liste zum Kopieren findest du im Reiter „Deckliste“ unter „Für die Forge-KI angepasst“.
Die Forge-KI
Wie gut spielt die Forge-KI?
Alle Partien spielt der Computergegner von Forge. Ab Werk spielt er ordentlich, aber nicht wie ein Mensch: Er griff zum Beispiel selten den Spieler mit den meisten Leben an und ließ Siegkarten wie Felidar Sovereign einfach liegen. Ende Oktober 2026 haben wir ihn deshalb menschlicher gemacht und das in Hunderten Vergleichspartien getestet:
- Wer vorne liegt, wird angegriffen – vor allem Decks, die über ihre Lebenspunkte gewinnen.
- Gefahren werden ernst genommen. Siegkarten und Endlos-Kombos werden entfernt oder gekontert, sobald sie liegen. Steht jemand kurz vor dem Sieg, greifen alle ihn an, lassen aber einen Blocker zurück.
- Mulligans und Board Wipes wie am echten Tisch: Hände ohne oder mit zu vielen Ländern gehen zurück, Board Wipes kommen, wenn sie den ganzen Tisch treffen.
Ganz wie ein Mensch spielt die KI trotzdem nicht. 2.526 Karten kann sie gar nicht spielen. Sie werden in den Partien durch ähnliche ersetzt, bleiben aber auf der Kaufliste. Weitere 2.100 spielt sie nur eingeschränkt. Kombo- und Engine-Decks wie Kinnan oder Kenrith, Politik und Bluffs liegen ihr weniger, solche Decks schneiden darum eher schlechter ab als am echten Tisch.
Die Rangliste zeigt also ehrlich, wie stark ein Deck in Forge ist. Ein guter Anhaltspunkt, aber kein endgültiges Urteil über deinen Spieltisch. Zur Liste der betroffenen Karten
Wünsche und eigene Tests
Kann ich mir ein Deck wünschen?
Ja. Wegen der vielen Anfragen gerade nur für Unterstützer auf Ko-fi, sonst kommen wir mit dem Testen nicht hinterher. Sobald es ruhiger wird, ist es wieder kostenlos. Du gibst Commander und Budget an, zum Beispiel Kaalia bis 250 €. Dann passiert Folgendes:
- Bauen: genau wie die Turnierdecks, aus den EDHREC-Listen, mit Cardmarket-Preisen und nie über deinem Budget.
- Testen: Das Deck spielt 120 Partien gegen Decks aller Stufen im selben Budget, mit derselben KI wie in den Turnieren. Gibt es einen Tausch, der es verbessern könnte, spielt es dieselben Tische damit noch einmal. Genannt wird er nur, wenn das Deck damit spürbar besser abschneidet.
- Zustellen: Du bekommst eine kurze E-Mail mit dem Wichtigsten und einen Link zur Deckseite mit Liste, Kaufliste und allen Auswertungen. Öffentlich erscheint das Deck nur, wenn du zustimmst.
Wunsch-Decks stehen nicht in der Rangliste. Auf ihrer Seite siehst du aber, wo sie etwa landen würden.
Kann ich mein eigenes Deck testen lassen?
Ja. Auch das gibt es wegen der vielen Anfragen gerade nur für Unterstützer, bis zu 3 Decks pro Woche. Wer vor der Umstellung eingeschickt hat, wird natürlich weiter kostenlos getestet. So läuft es ab:
- Einschicken: Commander, Deckliste und E-Mail ins Formular – als Link zu einem öffentlichen Moxfield- oder Archidekt-Deck oder als Text, eine Karte pro Zeile.
- Prüfen: Wir prüfen 100 Karten, Farbidentität und Bannliste und holen die Preise von Cardmarket. Stimmt etwas nicht, bekommst du eine E-Mail mit den Fehlern.
- Testen: Dein Deck spielt 120 Partien gegen 20 Commander aus der Rangliste, je vier aus jeder Stufe, alle im selben Budget wie deins. Das sind so viele Partien wie in etwa 12 Turnieren, damit nicht das Glück entscheidet. Ein Test dauert meist drei bis vier Stunden, getestet wird rund um die Uhr der Reihe nach.
- Tausche nachtesten: Infrage kommen bis zu zwei Karten, die in deinem Test kaum ins Spiel kamen – jeweils nur, wenn es eine passendere Karte mit derselben Aufgabe im Budget gibt. Dein Deck spielt mit diesen Tauschen dieselben 120 Tische noch einmal. Genannt wird nur, womit dein Deck im Schnitt mindestens 0,3 Plätze besser abschneidet; aufgefüllt wird nie. Kombo-Teile und Karten, die viele Spieler dieses Commanders bewusst spielen, tauschen wir nie.
- Ergebnis: Eine kurze E-Mail mit Urteil, Elo, Platzierungen und den wichtigsten Tipps. Alles Weitere steht auf deiner privaten Seite: Siegquote gegen jede Stufe, welche Karten Schaden gemacht oder Partien beendet haben, wer dich ausgeschaltet hat und was selten ins Spiel kam.
Unsere E-Mails landen manchmal im Spam-Ordner. Kommt nichts an, schau bitte dort nach.
Dein Deck taucht nicht in der Rangliste auf. Die private Seite ist nicht verlinkt und für Suchmaschinen gesperrt. Karten, die die KI nicht spielen kann, ersetzen wir im Test durch ähnliche und schreiben das dazu.